Titelbild nach einer Zeichnung von INGRID KOCH
Dieser Narr auf dem Hügel, dieses menschelnde Individuum, lebensfähig und lebensunfähig zugleich, auf der ewiger Sinnsuche. Auf der Suche nach Liebe? Auf der Suche nach der Ultima Ratio seines/unseres Daseins? Mit all diesen Verzweifeltheiten, all diesen Euphorien, den vielen Glückseligkeiten und Depressionen, die ihn immer wieder stören - dort oben auf seiner kleinen, abgehobenen distanzierten Erhebung. Seinem Hügel aus Sand oder aus Hoffnung. Nichts scheint ihn (mehr) zu irritieren. Seine Wege im Kopf sind klar. Nichts bringt ihn ab von seiner unbändigen Entschlos-senheit ganz er selbst zu sein...
Doch unvermutet bricht sie immer wieder durch, diese Fähigkeit neue Kraft zu sammeln, Zuver-sicht zurück zu erkämpfen, sein Wollen energie-voll aufzuladen. Ja, dieser unser Narr könnte weise sein. Am Ende. Seine Verrücktheit, seine Vernunft mit den großen Gefühlen zu paaren. Und letztendlich Frieden zu machen mit sich und den anderen. Die Utopien zu leben, von denen wir immer nur träumen.
A FOOL ON THE HILL:
So sehen ihn die Anderen, die Vorbeihastenden, die Vor-sich-selber-weg-laufenden, die Sich-ewig-selbst-hinterher-rennenden, die nicht merken, dass er (oder sie) als einziger (oder einzige) den alles entscheidenden Überblick hat. Es ist der „Wahnsinn“ in seinem Kopf, der ihn/sie zwingt oder in der Vergangenheit genötigt hat, die große Anstrengung zu unternehmen endlich herauszufinden, wo der Sinn in diesem Dasein ist. Und natürlich hat ihn/sie das oder wird ihn/sie das wahnwitzige Kräfte kosten. Er/sie wird schnell verglühen. Schneller als uns lieb ist. Wir werden sein/ihr Verglühen kaum fassen, nur wenig begreifen können...

Cassandra Hoffman (Sopran)
stammt aus Bloomington, Indiana, USA. Sie studierte zunächst Gesang an der University of Wisconsin-Madison und setzte ihre Ausbildung in New York City am Mannes College of Music fort. Nach ihrer Ausbildung war sie in den Staaten u.a. bei Mannes Camerata, Artek und Ex Umbris engagiert. Auf der Bühne sah man sie dabei u.a. in der Titelrolle von John Eccles’ Semele und als Nero in Händels Agrippina. 1997 übersiedelte Cassandra nach Berlin. Seitdem konnte man sie in Barockopern, wie z.B. am Théâtre d’Evreux in Frankreich sowie mit Bremen’s Fiori Musicali bei den Magdeburger Telemann-Festtagen, mit der Batzdorfer Hofkapelle als Hohe Priesterin der Amazonen in Talestri und in Monteverdi beim Lausitzer Opern- Sommer sehen. 2001 war sie auf der Bühne der Neuköllner Oper als Sophia Western in François-André Philidors Tom Jones zu sehen. Außerdem sang sie die Sandra in dem Barock-Pasticco I capriole d’amore mit dem Brandenburgischen Ensemble I Confidenti.
Bei Kammermusikkonzerten sang Cassandra Hoffman in den vergangenen Saisons mit mehreren ‚Alte Musik’- Gruppen, u.a. mit dem Teatro Lirico und dem Kalliope. 2003 hörte man sie als Belinda in Dido and Aeneas mit dem Spanischen Ensemble Capella de Ministrers und in Konzerten mit dem Gitarren-Duo Fandango (s. auch u.); außerdem trat sie zum zweiten Mal als Solistin beim Reinhard-Keiser Verein auf. Auf einer Berliner Bühne feierte sie zuletzt einen Erfolg als Yum Yum in Der Mikado im Saalbau Neukölln.
Demnächst erscheint eine Solo CD mit der Pianistin Evelyn Ulex mit Liedern von Louis Ferdinand Prinz von Preußen.
Hartmut Becker (Vortrag)
wurde in Berlin geboren und studierte dort an der Freien Uni-versität Berlin Theaterwissenschaft, Germanistik und Philosophie. Für seine Ausbildung als Schauspieler besuchte er das UFA-Nachwuchsstudio Berlin. Seit 1962 arbeitete er an diversen deutschsprachigen Bühnen und spielte stücktragende Rollen u.a. an den Münchner Kammerspielen, am Theater i.d. Josefstadt Wien, am Residenztheater München, am Schiller Theater Berlin und am Renaissancetheater Berlin. Er arbeitete mit den Regisseuren Peter Zadek, Achim Benning, Karl Paryla, David Esrig, Otto Schenk, Andras Fricsay, Klaus Maria Brandauer, Helmuth Polixa und vielen anderen. In deutschen und internationalen Fernseh- und Kinofilmen spielte Hartmut Becker seit 1970 Hauptrollen, z.B. in „O.K.“ und in „Der Graben“ von Michael Verhoeven (Internationale Filmfestspiele Berlin), in „Audienz“ von Vaclav Havel (ZDF), in „Escape from Sobibor“ (CBS-USA), in „Il Decimo Clandestino“ von Lina Wertmüller (Cannes Festival), in „St. Petri-Schnee“ nach Leo Perutz (ORF-ZDF), in „Dr. Stefan Frank“ (RTL), in “The Waiting Time“ (ITV-London) und v.a.m.
Einige seiner Arbeiten als Theater- und Filmschauspieler wurden mit Preisen oder Nominationen ausgezeichnet, z.B. Bester Schauspieler („Theater Heute“), AZ-Rose (Münchner Abendzeitung), Emmy Nomination (Los Angeles/USA).
Seit 1998 produziert Hartmut Becker Lesungen mit musikalischer Begleitung: so z.B. 1998 “Brecht meets Classic” mit der Pianistin Evelyn Ulex; 2003 “Lyric meets Sound of Strings” mit der Geigerin E. Schönweiß u. dem Cellisten F. W. Smith; 2004 „Lyric meets Sound of Strings II-Französiches Barock“ mit der Geigerin E. Schönweiß und der Harfenistin Kirsten Ecke; „Kleist – Die Welt als Katastrophe“ (mit der Schlag-zeugerin Babette Haag) . Für 2005 ist das o.g. Projekt in Vorbereitung.
Claudia Hein (Gitarre)
geboren in Berlin, begann ihr Studium an der Hochschule "Hanns Eisler" in Berlin und setzte es bei Prof. Roland Zimmer an der Hochschule "Franz Liszt" in Weimar fort. Claudia Hein besuchte Meisterkurse bei Oscar Ghiglia, David Russell und Roberto Aussel.
Sie konzertierte auf internationalen Festivals in Deutschland und in Polen. Konzertreisen führten sie bisher durch Deutschland, Slowenien und Tschechien.
An der School of Audio Engineering gibt Claudia Hein Kurse für Musikinterpretation und Aufnahmepraxis. Seit 1991 lehrt sie an der Hochschule für Musik "Hanns Eisler" Berlin.
Kathrin Redlich (Gitarre)
wurde in Berlin geboren und studierte Konzertgitarre an der Hochschule der Künste Berlin bei Prof. Martin Rennert und Rainer Feldmann. Im Anschluß daran absolvierte sie das Konzertexamen mit Auszeichnung. Kathrin Redlich besuchte Meisterkurse u.a. bei Angelo Gilardino und Pepe Romero.
Schwerpunkt ihrer Konzerttätigkeit ist die Kammermusik in verschiedenen Besetzungen. Neben Auftritten als Solistin wirkt sie bei Orchesterproduktionen mit, u.a. beim Rundfunk-Sinfonie-Orchester Berlin. Neben ihrer freischaffenden Tätigkeit ist sie Dozentin für Gitarre in Berlin.
DUO FANDANGO
Der Fandango ist die älteste Form des spanischen Tanzliedes. Immer wieder begegnen wir seinem pulsierenden Rhythmus in den verschiedensten Epochen der Musik Spaniens.
Claudia Hein und Kathrin Redlich konzertieren gemeinsam seit 1995.
Doch nicht nur die spanische Musik steht auf ihrem Programm. Mit italienischen Barocksonaten, Werken des französischen Impressionismus bis hin zu Kompositionen des 20. Jahrhunderts hat das Duo ein breit gefächertes Repertoire, welches durch eigene Bearbeitungen ergänzt wird.
Konzertreisen führten die beiden Musikerinnen bisher durch Deutschland, Venezuela und Peru.
Beim Berliner Label "Carpe Diem" erschien bisher die CD ¡FANDANGO! mit spanischem Programm; und im Frühjahr 2005 die CD „IMAGES“ mit französischer Musik.
Programmidee: H. Becker, C. Hoffman, Claudia Hein, Kathrin Redlich
ABLAUF
a. The Fool on the Hill / John Lennon, Paul McCartney (Vortrag in unterschiedl. musikal.Variationen und im Ablauf verteilt)
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1. Why do they shut me out of Heaven / Aaron Copland - Emily Dickenson (Sopran mit Gitarren)
2. Erlkönig / Johann Wolfgang Goethe (1749-1823)
(Vortrag mit Gitarren-Improv. / Eigenkompos.)
3. Möwenflug / Conrad Ferdinand Meyer (1825-1898)
(Vortrag solo)
4. The fleeting / Lennox Berkeley (1903-1989)
(Sopran mit Gitarren)
5. Das Lied / Stefan George (1868-1933)
(Vortrag solo mit Gitarre / ad libitum)
6. Allegro aus der “Tonadilla” / Joaquin Rodrigo (1901-1999)
(für zwei Gitarren)
7. Ballade / Christoph Meckel (geb. 1935)
(Vortrag solo)
8. Du bist die Ruh / Franz Schubert (1797-1828)
(Sopran mit Gitarren)
9. Lied / Christop Meckel
(Vortrag solo)
10. Oh Solitude / Henry Purcell (1659-1695)
(Sopran mit Gitarren)
11. Projektion / Kurt Drawert (geb. 1956)
(Vortrag solo / bzw. mit Begleitung?)
12. Youkali / Kurt Weil - Roger Fernand (1900-1950 / ?)
(Sopran u. Bariton mit Gitarren)
13. Fragen / Heinrich Heine (1797-1856)
(Vortrag solo)
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14. Klarträumer / Hannelies Taschau (geb. 1937)
(Vortrag mit Gitarrenbegleitung und Sopranstimme)
15. Come heavy Sleep / John Dowland (1562-1626)
(Sopran mit Gitarren)
16. Seelensee / Jiri Grusa (geb. 1938)
(Vortrag und Sopranstimme)
17. Resignation-Eine Phantasie / Friedrich Schiller (1759-1805)
(Vortrag mit Gitarrenbegleitung)
18. O cessate di piagarmi / Alessandro Scarlatti (1659-1725)
(Sopran mit Gitarren)
19. Liebe / Karoline von Günderrode (1780-1806)
(Vortrag solo)
20. Bedeckt mich mit Blumen / Hugo Wolf (1860-1903)
(Sopran mit Gitarren)
21. Zwischenstop / Albert Ostermaier (*1967)
(Vortrag solo)
22. Erster Verlust / Franz Schubert
(Sopran mit Gitarren)
23. Fuge aus „Präludium, Fuge & Variation“
op.18 / César Franck (1822-1890)
(für zwei Gitarren)
24. Die erste Elegie (Teil) / Rainer Maria Rilke (1875-1926)
(Vortrag)
25.The Fool on the Hill / John Lennon, Paul McCartney
(Sopran mit Gitarren u. Vortrag)
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